Aktionen

Einmalige Aktionen

Lebendige Bibliothek am 21. März 2026

Sendung des Campusfunks Tübingen “Wüste Welle” (https://www.wueste-welle.de/mediathek/playsendung/id/94180 bitte in den Browser eingeben)

Radiosendung vom 3. März 2026

In einer Sendung des Campusfunks Tübingen “Wüste Welle” stellten sich Maria Dietzelbinger, Ute Mertens und Franziska Wittmann-Hennig Fragen zu den Omas gegen Rechts und zur aktuellen politischen Landschaft. Da kann man auch Songs unseres Chors downloaden: get.hidrive.com/VEzBFdzo (bitte in den Browser eingeben)

Lichterkette für unsere Demokratie

Am 28. Februar 2026 von 18 bis 19 Uhr veranstalten wir eine Lichterkette für unsere Demokratie auf dem Marktplatz mit kurzen Reden und kurzen Liedern.
Artikel aus der SÜDWEST PRESSE vom 03.03.2026

Lichterkette

Regelmäßige Aktionen

Infostand

Jeden ersten Freitagsvormittag im Monat haben wir einen Infostand am Nonnenmarkt.

Prominenter Besuch am Tübinger Infostand der Omas gegen Rechts: die Schauspielerin Maren Kroymann.

Infostand

AG Mahnwache



Mahnwache

Jeden Montag halten die Omas in der Tübinger Innenstadt eine Mahnwache ab. Was ist das? Das ist eine Zusammenkunft von Personen, die an einem öffentlichen Ort stehen und gegen etwas protestieren, oder für eine Sache eintreten, indem sie schweigend über längere Zeit an einem Ort verharren. Damit haben wir OMAS GEGEN RECHTS einen festen Termin, an dem wir für die Tübinger Zivilgesellschaft sichtbar sind. Jede und jeder kann uns an diesem Termin sehen, uns ansprechen, mit uns diskutieren. Wir halten Plakate mit klaren Botschaften, wie „Wir stehen für Demokratie und Menschenrechte“, „Rassismus verursacht tödliche Verhaltensweisen“, „Nicht spalten! Nur gemeinsam geht es in die Zukunft“. Die Reaktionen der Passanten sind weit gefächert und spiegeln damit die Bandbreite der Meinungen, die unsere Gesellschaft gerade auseinandertreibt. Im Sommer wurden wir einmal übelst beschimpft und sexistisch beleidigt. Von einer jungen Frau bekamen wir vor Weihnachten eine Plätzchentüte überreicht, damit wir gestärkt weitermachen. Noch ist unsere Demokratie nicht gerettet – wir bleiben dran.

Information zu sonstigen Aktionen

Text einer Rede einer unserer OMAS

Redetext von Maria Dietzfelbinger von den OMAS GEGEN RECHTS Tübingen bei der Kundgebung für Zusammenhalt, Respekt und Verantwortung am 23. November 2025 in Hechingen.

Zum 23. November 2025 in Hechingen Liebe Freund*innen unserer liberalen Demokratie, liebe Verteidiger*innen der Menschenrechte, dieses Jahr haben wir ein Jubiläum gefeiert, das schon wieder ganz in den Hintergrund gerückt und aus den Feuilletons und Veranstaltungskalendern verschwunden ist. Ich spreche vom Bauernkrieg vor 500 Jahren, und ich spreche insbesondere von den 12 Artikeln der Bauernschaft in Schwaben. Diese zwölf Artikel enthalten schlichte Lebens- und Überlebensforderungen an die Herren des Schwäbischen Bundes. Sie gehören zu den großen europäischen Dokumenten der Forderung nach Menschen- und Freiheitsrechten. Es sind bescheidene Forderungen nach Glaubensfreiheit, nach Aufhebung der Leibeigenschaft, nach einem einfachen menschenwürdigen Leben. Sie sind eine der Grundlagen der Deklaration der Menschenrechte und damit eine Grundlage unserer Verfassung. Warum erwähne ich das hier und heute? Eine durch und durch menschenrechts- und verfassungsfeindliche Partei hält wenige Meter von uns ihren Landesparteitag ab. Eine Partei, die ganzen Menschengruppen das Recht abspricht, bei uns zu leben, sich in unsere Gesellschaft einzubringen, in ihrer Vielfalt dazuzugehören und die Prozesse unserer freiheitlichen Demokratie mitzugestalten. Eine Partei, welche die vor 500 Jahren erhobenen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten für alle bestreitet. Eine Partei, in der laut davon gesprochen werden kann, auf Geflüchtete an unseren Grenzen zu schießen – auch auf Kinder. Eine Partei, die den schrecklichsten Jahren der Geschichte unseres Landes mit Achselzucken gegenüber steht. Eine Partei, die behauptet, für die kleinen Leute einzustehen, in Wahrheit aber ihre Rechte schwächen will. Wir Omas gegen Rechts sind die Töchter und Enkelinnen der Kriegsgeneration. Wir haben beklommen den Auschwitzprozess mitverfolgt und die Abgründe, die offenbar wurden. Wir erlebten die sogenannte „Schlusspunktdebatte“, die jetzt wieder unbefangen geführt wird. Wir haben die Sprache der Nazis im Ohr. Denn die Nazis waren ja 1945 nicht einfach weg. Sie waren unsere Eltern, unsere Lehrer, unsere Politiker. Wir haben ihre schreiende Sprachlosigkeit erlebt. Wir haben das Gemurmel erlebt, das verstummte, wenn wir Kinder dazukamen. Als Erwachsene haben wir gelernt, das Gehörte und das nicht Gehörte zu entziffern, und wir sind überzeugt: das Verstandene und Entzifferte laut weiterzusagen, das ist unsere Aufgabe. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, dichtete Bert Brecht und wir erleben es heute. Zusammen mit vielen zivilgesellschaftlichen Gruppierungen treten wir daher auch hier und heute gegen die AfD für die Unantastbarkeit der Menschenwürde jedes einzelnen Individuums ein, und ebenso für unsere freiheitliche Demokratie. An diesen Grundwerten unbeirrt festhalten – das ist nicht einfach in unseren krisenhaften Zeiten. Die Verführung, den Kopf in den Sand zu stecken, Wünschen nach der angeblich guten alten Zeit nachzuhängen, unbelegte Behauptungen für Wahrheit zu nehmen, über fragwürdige politische Entscheidungen nicht zu verzweifeln ist groß. Aber: gäben wir nicht uns selbst auf, wenn wir das täten? Verschleudern wir da nicht ein 500 Jahre altes schwäbisches Erbe, auf das wir sehr stolz sein können? Nein – das werden wir nicht tun. Wir alle hier und heute wollen und werden mit Freude und Kreativität, mit aufmerksamem Respekt und bunten Ideen dem blaubraunen Treiben entgegentreten, hier in Hechingen und im ganzen Land. Tun wir alles dafür, dass man das merkt am 8. März! Vielen Dank Maria Dietzfelbinger, OgR